Lederpflege

Grundregeln der Lederpflege.

Man darf nicht vergessen das Leder eine Haut ist und jede Haut braucht Pflege.

Bevor man sich eifrig an Lederpflegeprodukten austobt, sollte man eines beachten:

   

Nicht zu viel, sondern richtig Pflegen.

   

Das spart vor allem Zeit und Geld.

Leder wird anfälliger gegen Wasserflecken wenn es austrocknet, man sollte also auf ausreichende Luftfeuchtigkeit achten. Vorsicht zu hohe Luftfeuchte schadet dem Leder.

   

Zum reinigen auf keinen Fall harte Lösungsmittel wie z.B. Spiritus, Fleckenwasser, Aceton oder Waschbenzin usw. verwenden, dadurch kann sich Lederfarbe lösen oder das Leder kann Schaden nehmen. Unbedingt Lederpflegeprodukte einsetzen. Jede Lederpflege an einer unauffälligen Stelle testen z.B. Taschendeckel innen.

Sollte eine Tasche oder ähnliches durchnässt sein, einfach mit Zeitung ausstopfen und bei normaler Zimmertemperatur trocknen lassen. Dabei auf gute Belüftung achten.

Leder niemals starker Hitze aussetzen, dies kann zu Verformungen bis hin zu verbrannten Stellen führen.

   

Zum Lagern am besten Stoffbeutel nutzen oder in ein weiches Tuch einbetten, dadurch werden Kratzer vermieden und das Leder kann auch "atmen".

Vorbeugend Pflegen ist besser als Nachbehandeln.

   

Ein Leder vorbeugend zu pflegen macht in vielerlei Hinsicht Sinn. Da Lederpflegeprodukte auch Imprägnieren, beugen diese bei guter Pflege Schmutz und Wasserflecken vor bzw. lässt sich Schmutz auch leichter entfernen ohne dem Leder zu schaden.

   

Wie oft sollte Leder gepflegt werden?

Empfohlen wird ein Interwall von 6 bis 12 Monaten.

Allerdings sollte man darauf achten wie stark ein Leder beansprucht wird. Ein Sofa zum Beispiel sollte in kürzeren Interwallen gepflegt werden, da es stärker beansprucht wird als eine Umhängetasche.

Trotzdem ist Vorsicht geboten, da zu viel Pflege das Leder überfetten könnte und somit ölig bzw. speckig werden kann.

   

   


Lederpflegeprodukte und deren Wirkung   



Pflegemilch

Pflegemilch ist dünnflüssig und besteht aus Wasser und Fetten/Ölen. 

Diese lässt sich problemlos mit einem weichem Tuch auf das Leder auftragen. 

Pflegemilch ist aber nicht gleich Pflegemilch, da zusätzlich zu dem rückfettenden Eigenschaften auch UV-Filter oder Antioxidantien enthalten kann. Antioxidantien sind gegen den Zerfall des Leders. 

   

   

Pflegecreme

Pflegecreme ist im Gegensatz zur Pflegemilch fester. Sie besteht genau wie Pflegemilch aus Wasser und Fetten/Ölen. 

Die Wirkung unterscheidet sich zur Pflegemilch insoweit, dass diese aufgrund der Dünnflüssigkeit tiefer ins Leder eindringen kann. 

   

   

Lederfett

Lederfette sind meist auf Basis von Vaseline oder auf Basis tierischer Fette. Sie sollten vorwiegend auf gedeckten Glattledern verwendet werde, da sie auf offenporigen Ledern z.B. Rauledern, Flecken und Rückstände hinterlassen könne welche, nicht mehr zu entfernen sind. Lederfette haben eine stark rückfettende sowie wasserabweisende Wirkung. Lederfette sind aufgrund der starken Rückfettung eher für Leder im Außenbereich empfehlenswert. 

   

   

Lederöl

Lederöl wird meist bei verhärteten und ausgetrockneten Ledern benutzt. Im Gegensatz zum Lederfett, dringt Lederöl tiefer in das Leder ein und kommt dadurch an Stellen im Leder welche schon durch Trockenheit gelitten haben. Auch hier sind für die Behandlung nur gedeckte Leder, keine offenporigen Leder geeignet. 

   

   

Balsam

Lederbalsam ist auf Basis von Harzen und Wachsen, welche eine wasser- und schmutzabweisende Wirkung haben. 

Produkte auf Harz- oder Wachsbasis dienen hauptsächlich der Imprägnierung, welche die durch das verschließen der Poren zustande kommt.